Familienbrunch 2015 und 106. Geburtstag

Gleich zwei Höhepunkte waren in der Agenda das Alters- und Pflegeheims Städtli in Berneck in der vergangenen Woche zu verzeichnen. Am Sonntag der gemütliche Familienbrunch mit einer Rekordbeteiligung von rund 200 Personen und kurz davor der 106. Geburtstag von Bertha Brüstle-Hollenstein.

Berneck. Am Sonntagmorgen füllte eine frohgelaunte Gästeschar die festlich geschmückte Mehrzweckhalle Bünt. Jede Bewohnerin und jeder Bewohner kann Angehörige oder Bekannte und Freunde zum gemütlichen Brunch, der keine Wünsche offen lässt, einladen. Erstmals konnten sogar alle Pensionäre am Morgenbrunch teilnehmen; es fehlte niemand.

Zuhören und Zeit schenken

Das gesamte Team des Alters- und Pflegeheims hatte unter Leitung des Küchenchefs Marco Peifer ein prächtiges Selbstbedienungsbuffet für alle Teilnehmenden in der Mehrzweckhalle Bünt hergerichtet. Heimleiter Peter Lenz freute sich, die erwartungsfrohe Bewohner- und Gästeschar zu diesem Anlass begrüssen zu dürfen. Einmal im Jahr sollen sich die Bewohner und Bewohnerinnen mit ihren Angehörigen und Freunden ungezwungen treffen und begegnen können. Strahlende Augen, kleine Gesten und Zeit schenken mit Zuhören, bereiten allen sichtlich Freude. Aber auch Gespräche unter den Besuchern wurden geschätzt. Man trifft ja ehemalige Nachbarn, Mitschülerinnen oder frühere Bekannte.

Grüsse des Gemeinderates

Seitens des Gemeinderates überbrachte Vizepräsidentin Margrit Wellinger die Grüsse und guten Wünsche zu diesem Festanlass. Speziell freute sie sich, dass das Aufrechterhalt-Audit des Qualitätsmanagement-Systems (QMS) kürzlich erfolgreich über die Bühne ging.

Hoher Geburtstag

In der vergangenen Woche konnte bei guter Gesundheit Bertha Brüstle-Hollenstein, die unbestrittene Dorfseniorin, ihren 106. Geburtstag feiern. Sichtlich frohgelaunt nahm sie in ihrem Festkleid die guten Wünsche der Gratulantenschar entgegen. Seit nunmehr 20 Jahren ist sie eine zufriedene und geschätzte Mitbewohnerin im Altersheim Städtli. „Ich hätte nie gedacht, dass ich so alt werden würde“ war von ihr zu hören. Das Gehör hat zwar nachgelassen und auch die schmerzenden Kniegelenkte schränken sie ein. Mit dem Rollator ist sie aber noch selbständig unterwegs. Mit der täglichen Zeitungslektüre hält sie sich auf dem Laufenden. Das Gedächtnis funktioniert noch bestens. Die grösste Freude bereiten ihr aber die Jassnachmittage mit Besuchern und Bewohnern des Altersheims.

Gemütliche Unterhaltung

Die Mehrzweckhalle erwies sich einmal mehr wegen der unmittelbaren Nähe, ihrer Grösse und des Schutzes vor der Sonne sowie dem rollstuhlgängigen Zugang als idealer Durchführungsort für den Anlass. Für richtig gemütliche und „lüpfige“ Unterhaltung sorgte die unermüdliche Musikgruppe mit Ernst Schefer, Hansruedi Lei und Antonia Signer.

Nach dem Dessertbuffet wurde der Dank an alle beteiligten Helferinnen und Helfer sowie die Angestellten des Alters- und Pflegeheims verdientermassen mit einem herzlichen und kräftigen Applaus unterstrichen. (rsch)

(Text und Foto: René Schelling)